Energie
Auf dem Akku steht mehr, als drin ist
Von der Nennkapazität bleibt nach Entladetiefe, Temperatur und Systemverlusten deutlich weniger übrig, als das Etikett verspricht. Und die zweite Zahl, die über den Kauf entscheidet, steht oft nur im Datenblatt: der BMS-Dauerstrom. Liegt er unter der maximalen Stromaufnahme des Motors, schaltet die Batterie unter Last ab.
Womit wir rechnen
Die Entladetiefe je Chemie ist Teil der offengelegten Rechenregel — eine BMS-Angabe zur nutzbaren Kapazität hat immer Vorrang vor dem Pauschalfaktor.
Laden unter 0 °C schädigt Lithium-Zellen dauerhaft. Vor dem Laden erwärmen. Der Temperaturfaktor der Rechenregel reicht von 1,00 über 15 °C bis 0,75 unter 0 °C.
Geprüfte Batterien
LiFePO4-Versorgungsbatterie 12,8 V / 50 Ah
ECTIVE LC 50L
Die Batterie hinter allen motorisierten Booten im Vergleich. Entscheidend ist der BMS-Dauerstrom: Er muss über der maximalen Stromaufnahme des Motors liegen, sonst schaltet die Batterie unter Last ab.
Welche Batterie passt an welchen Motor?
Es gibt eine Regel, und sie ist unbequem einfach: Der BMS-Dauerstrom der Batterie muss über der maximalen Stromaufnahme des Motors liegen. Tut er das nicht, schaltet die Batterie unter Last ab — nicht kaputt, aber mitten auf dem Wasser aus. Die Zahl steht in beiden Datenblättern, und sie ist wichtiger als jede Kapazitätsangabe.
| Motor | Max. Stromaufnahme | Braucht mindestens |
|---|---|---|
| Minn Kota Endura C2 55 | 50 A | Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom |
| Rhino VX 35 V2 | 36 A | Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom |
| Minn Kota Terrova 55 | 50 A | Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom |
| Garmin Force Kraken | 60 A Dauerstrom | Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom |
Die geführte Batterie tragen 50 A Dauerstrom. Gleichstand — 50 A gegen 50 A — geht auf, weil der Maximalstrom laut Handbuch nur kurzzeitig auftritt; darunter geht es nicht.
Zwei Dinge, die dabei gern verwechselt werden. Spitzenstrom ist kein Dauerstrom: Eine Batterie, die „100 A" bewirbt, meint oft drei Sekunden, nicht drei Stunden — gerechnet wird mit dem Dauerwert. Und die Kapazität löst das Problem nicht: Eine doppelt so grosse Batterie mit demselben BMS schaltet genauso ab, nur später.
Laden — und wann es der Batterie schadet
Das Ladegerät muss zur Chemie passen, nicht nur zur Spannung. Ein Blei-Lader mit Erhaltungsladung ruiniert eine LiFePO4 auf Dauer, weil ihr BMS diese Nachladerei nicht braucht und nicht mag; umgekehrt lädt ein LiFePO4-Lader einen Bleiakku nie voll. Steht auf dem Gerät ein umschaltbares Profil, gehört es vor dem ersten Laden richtig gestellt.
Für die Lagerung über den Winter gilt bei Lithium das Gegenteil von Blei: Blei will voll gelagert werden, sonst sulfatiert es; Lithium will halb voll und kühl. Beides trocken und frostfrei — was die Batterie an Kapazität verliert, holt kein Ladegerät zurück.
Der Weg des Stroms
Rechner
Wie lange hält dein Akku wirklich?
Nennspannung, Kapazität, Chemie, Temperatur und Motorstrom rein — der Laufzeitkorridor kommt raus. Der ungünstigste Fall steht links.
Laufzeit berechnen Nach Rechenregel v1.1Entladetiefe, Temperaturfaktor und Systemwirkungsgrad sind redaktionelle Festlegungen der Rechenregel v1.1, keine Normwerte. Batteriedaten mit Quelle und Vertrauensstufe, geprüft am 09.08.2026.