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Energie

Auf dem Akku steht mehr, als drin ist

Von der Nennkapazität bleibt nach Entladetiefe, Temperatur und Systemverlusten deutlich weniger übrig, als das Etikett verspricht. Und die zweite Zahl, die über den Kauf entscheidet, steht oft nur im Datenblatt: der BMS-Dauerstrom. Liegt er unter der maximalen Stromaufnahme des Motors, schaltet die Batterie unter Last ab.

Womit wir rechnen

Die Entladetiefe je Chemie ist Teil der offengelegten Rechenregel — eine BMS-Angabe zur nutzbaren Kapazität hat immer Vorrang vor dem Pauschalfaktor.

LiFePO₄ (LFP) Faktor 0,85
Lithium-Ionen (NMC) Faktor 0,85
Blei AGM / Gel Faktor 0,5
Blei nass Faktor 0,5
Systemwirkungsgrad (Leitung, Steller, Wandler) Faktor 0,92

Laden unter 0 °C schädigt Lithium-Zellen dauerhaft. Vor dem Laden erwärmen. Der Temperaturfaktor der Rechenregel reicht von 1,00 über 15 °C bis 0,75 unter 0 °C.

Geprüfte Batterien

LiFePO4-Versorgungsbatterie 12,8 V / 50 Ah

ECTIVE LC 50L

Die Batterie hinter allen motorisierten Booten im Vergleich. Entscheidend ist der BMS-Dauerstrom: Er muss über der maximalen Stromaufnahme des Motors liegen, sonst schaltet die Batterie unter Last ab.

Nennspannung 12,8 V
Kapazität 50 Ah
Energie 640 Wh
BMS-Dauerstrom 50 A
Spitzenstrom 100 A (3 s)
Gewicht 6,7 kg
Ladetemperatur 0 bis 45 °C
Schutzart IP65

Dokumentierter Preis 584,44 € für die BT-Variante (vanstudio.de); die Basisvariante war ohne abrufbaren Preis.

Welche Batterie passt an welchen Motor?

Es gibt eine Regel, und sie ist unbequem einfach: Der BMS-Dauerstrom der Batterie muss über der maximalen Stromaufnahme des Motors liegen. Tut er das nicht, schaltet die Batterie unter Last ab — nicht kaputt, aber mitten auf dem Wasser aus. Die Zahl steht in beiden Datenblättern, und sie ist wichtiger als jede Kapazitätsangabe.

Motor Max. Stromaufnahme Braucht mindestens
Minn Kota Endura C2 55 50 A Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom
Rhino VX 35 V2 36 A Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom
Minn Kota Terrova 55 50 A Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom
Garmin Force Kraken 60 A Dauerstrom Batterie mit ebenso hohem BMS-Dauerstrom

Die geführte Batterie tragen 50 A Dauerstrom. Gleichstand — 50 A gegen 50 A — geht auf, weil der Maximalstrom laut Handbuch nur kurzzeitig auftritt; darunter geht es nicht.

Zwei Dinge, die dabei gern verwechselt werden. Spitzenstrom ist kein Dauerstrom: Eine Batterie, die „100 A" bewirbt, meint oft drei Sekunden, nicht drei Stunden — gerechnet wird mit dem Dauerwert. Und die Kapazität löst das Problem nicht: Eine doppelt so grosse Batterie mit demselben BMS schaltet genauso ab, nur später.

Laden — und wann es der Batterie schadet

Das Ladegerät muss zur Chemie passen, nicht nur zur Spannung. Ein Blei-Lader mit Erhaltungsladung ruiniert eine LiFePO4 auf Dauer, weil ihr BMS diese Nachladerei nicht braucht und nicht mag; umgekehrt lädt ein LiFePO4-Lader einen Bleiakku nie voll. Steht auf dem Gerät ein umschaltbares Profil, gehört es vor dem ersten Laden richtig gestellt.

Für die Lagerung über den Winter gilt bei Lithium das Gegenteil von Blei: Blei will voll gelagert werden, sonst sulfatiert es; Lithium will halb voll und kühl. Beides trocken und frostfrei — was die Batterie an Kapazität verliert, holt kein Ladegerät zurück.

Der Weg des Stroms

Schema des Stromkreises von der Batterie über Sicherung und Trennschalter zum Motor, mit Formel und Beispielwerten für den Leitungsquerschnitt.
Der Querschnitt hängt von Strom und Leitungslänge ab — 30 A auf 2 m brauchen 6 mm², dieselben 30 A auf 5 m schon 16 mm².

Rechner

Wie lange hält dein Akku wirklich?

Nennspannung, Kapazität, Chemie, Temperatur und Motorstrom rein — der Laufzeitkorridor kommt raus. Der ungünstigste Fall steht links.

Laufzeit berechnen Nach Rechenregel v1.1

Entladetiefe, Temperaturfaktor und Systemwirkungsgrad sind redaktionelle Festlegungen der Rechenregel v1.1, keine Normwerte. Batteriedaten mit Quelle und Vertrauensstufe, geprüft am 09.08.2026.

Feld

Stufe C
Quelle
Quellentyp
Geprüft am